Deutschland hat als Weinland eine Tradition, die sich bis zu den Römern zurückführen läßt. Es werden hier über 100.000 ha Rebfläche mit Wein bebaut. Drei Viertel des Weines in Deutschland ist Weisswein, wobei der Riesling als Rebsorte eindeutig dominiert. mehr...
Die deutschen Weinbaugebiete markieren die nördliche Grenze für die Kultur der Weinrebe. Deutsche Winzer haben sich darauf besonnen, Weine zu kreieren, die Frucht und Feinheit der Rebsorten besonders delikat zum Ausdruck bringen.Dabei erweist sich der längere Vegetationszyklus im kühleren Klima als äußerst vorteilhaft. Er erlaubt die Ausbildung eines besonders breiten Aromespektrums, der die Vielfalt der Weine erweitert.
In besonderer Weise profitieren davon die Weißweine, die schon als Kabinett-Weine mit geringem Alkoholgehalt zu überzeugen wissen. In bevorzugten Lagen, an den steilen Hängen der Ahr sowie in den besten Weinberger südlich gelegener Anbaugebiete reifen auch blaue Trauben, die von den Winzern zu vorzüglichen Rotweinen ausgebaut werden.
In den 90er Jahren fanden in fast allen Anbaugebieten neue Einflüsse aus Frankreich und Italien Eingang, so dass man heute davonsprechen kann, dass deutscher Rotwein in seinen besten Qualitäten keinen internationalen Vergleich zu fürchten braucht. Das verführerische Spiel mit der fruchtigen Säure mancher Weine, die mit Restsüße ausgebaut sind, macht sie zu einem wahren Genuss.