Das „Steirerland“ ist eine der vier österreichischen Weinbau-Regionen und entspricht geographisch dem Bundesland Steiermark. Die Steiermark repräsentiert jedoch auch ein Weinbau-Gebiet. Dieses umfasst 3.291 Hektar Gesamtrebfläche mit 3.821 Weinbaubetrieben. mehr...
Die Weingärten sind weit verstreut, vorwiegend an steilen Südhängen in bis zu 650 Meter Seehöhe angelegt. Das Wahrzeichen des steirischen Weinbaus ist der Klapotetz, ein durch Wind betriebenes Gerät, um Schadvögel aus den Weingärten zu vertreiben. Das Klima ist von südeuropäischen und pannonischen Einflüssen geprägt. Die Niederschlagsmengen sind doppelt so hoch wie im Burgenland und in Niederösterreich.
In der Steiermark werden rund 7% des österreichischen Weines produziert. Die Marktgemeinschaft Steirischer Wein vertritt die Interessen von über 750 Mitgliedern, eine bekannte Winzergemeinschaft nennt sich Steirische Klassik. Zu über 70% werden Weißweine produziert, die vorwiegend trocken, fruchtig und frisch ausgebaut werden.
Seit gut zehn Jahren findet ein Wein-Boom statt, die steirischen Klassiker wie frisch-fruchtige Welschrieslinge, feinduftige Muskateller, knackige Weißburgunder, rassige Sauvignons und edle Morillons, wie der Chardonnay hier genannt wird, erfreuen sich größter Beliebtheit. Und immer zahlreicher werden auch die hochreifen Weißweine mit individuellem Terroir-Charakter und Barrique-Ausbau, bei denen die Winzer das qualitative Maximum aus den sonnenverwöhnten Steillagen herauszuschöpfen versuchen – mit internationalem Erfolg.